Guatemala – You Country Of My Dreams

Lago de Atitlán
Lago de Atitlán

Guatemala – was fällt euch spontan zu diesem Land ein? Ich bin ganz ehrlich – bevor ich nach Mittelamerika kam, hatte ich den Namen zwar natürlich schon mal gehört. Aber das war es dann auch schon. Ich hatte keinen blassen Schimmer, ob das Land in den Bergen oder am Meer liegt, es dort kalt oder warm ist oder mit welcher Währung dort gezahlt wird. Während unserer Reise durch Südamerika erfuhren wir dann, dass Guatemala – neben Nicaragua – DAS Backpackerland Mittelamerikas ist. Denn dort sollte es nicht nur einiges zu sehen geben, nein, es sollte auch noch günstig sein. Eines sage ich euch: wirklich günstig ist Guatemala nicht. Aber wisst ihr was? Das macht gar nichts. Denn wenn ihr mich fragen würdet, welches Land mir von allen Ländern, die ich bisher bereist habe, am besten gefallen hat, dann habe ich genau drei Wörter für euch: Guatemala! Guatemala! Guatemala!

Was genau macht Guatemala so besonders? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Für mich ist es der Mix aus einer Landschaft, die einem manchmal vorkommt wie aus einer anderen Welt, den unglaublich freundlichen Menschen und der noch so stark gelebten Tradition der Mayas, die einem täglich auf der Straße begegnet. Aber lasst mich genauer von unserer Zeit dort berichten, damit ihr meine Liebe für dieses Land ein bisschen besser nachvollziehen könnt.

Antigua

Antigua
Antigua

Nach zwei Tagen in El Salvador hatten wir genug vom Nichtstun in einer zu teuren Umgebung und machten uns auf den Weg nach Guatemala. Unser erster Stop war Antigua, eine historische Kleinstadt eine Autostunde von Guatemala City entfernt. Dort empfing uns eine Kälte, die mich stark an unsere Zeit in Bolivien erinnerte. Kein Wunder, denn während wir die letzten Wochen auf Meeresspiegelhöhe verbracht hatten, liegt Antigua knapp 1600 Meter über dieser. Aber nicht nur wettertechnisch erinnert der Westen Guatemalas an Südamerika, auch die Landschaft ließ mich fühlen, als wäre ich wieder in Bolivien oder Peru. Berge, wohin man nur schaute, Menschen in traditioneller Kleidung – ein stärkerer Kontrast zum Süden Mittelamerikas ist glaube ich kaum möglich. Da wir genug von Städten hatten, wollten wir aber erst einmal nur eine Nacht in Antigua bleiben und am nächsten Morgen weiter zum Lago de Atitlán, einem See in den Bergen, fahren. Da der Bus dorthin aber erst zur Mittagszeit fuhr, hatten wir am nächsten Morgen noch ein paar Stunden für ein bisschen Sightseeing. Also liefen wir durch die hübschen Straßen Antiguas und hinauf zum Aussichtspunkt, von dem aus man auch die drei Vulkane sehen konnte, die Antigua umringen. Denn neben den vielen Bergen, die es in Guatemala gibt, hat Guatemala noch eines mehr: Vulkane. Und zwar viele davon. Besonders berühmt ist der aktive Vulkan Fuego (dt.: Feuer), der seinem Namen alle Ehre bereitet.  Die gesamte Zeit, die wir in Guatemala waren, wurde davon gesprochen, dass er bald ausbrechen werde. Und tatsächlich, an unserem letzten Tag im Land brach er tatsächlich aus. Flüge wurden gestrichen, Menschen evakuiert – und ich wünschte, ich wäre noch in Antigua gewesen und hätte das Spektakel aus nächster Nähe betrachten können.

Lago de Atitlán

Lago de Atitlán
Lago de Atitlán

Jeder von war wahrscheinlich schon mal an einem See, oder? Insbesondere die bayrischen Seen haben ja den Ruf, wunderschön zu sein. Liebe Einwohner Bayerns, es tut mir leid, euch zu enttäuschen – aber ich habe den wohl wunderschönsten See der Welt gefunden! Er liegt in Guatemala und nennt sich „Lago de Atitlán“. Dieser Ort ist kaum zu beschreiben. Stellt es euch in etwa so vor: Ihr sitzt im Bus, der euch an den See bringt, ihr fahrt durch die Berge die Serpentinstraßen hinunter, die Sonne geht langsam unter – und auf einmal taucht vor euch der See auf. Blauestes Wasser, getaucht in die roten Strahlen des Sonnenunterganges, umrandet von Bergen und Vulkanen – das war mein erster Anblick des Sees. Ich weiß nicht, was genau diesen Ort so besonders macht, aber er strahlt eine Magie aus, die einen in seinen Bann zieht.

Am Lago de Atitlán gibt es ca. zehn Orte, die den See umrunden. Wir hatten uns für San Pedro entschieden, einen entspannten, aber lebhaften kleinen Ort im Westen des Sees. Unser Hostel, genannt „Hostel Fé“ (für jeden, der irgendwann einmal nach Guatemala an den Lago de Atitlán fährt: übernachtet in diesem Hostel!!), hatte eine eigene Seeterrasse mit einem Steg zum Hineinspringen. Unsere ersten Tage hier sahen in etwa so aus: Aufstehen für das Frühstück (das im Preis inbegriffen war), was für mich jeden Tag hieß: Früchte mit Joghurt und Granola. Yammi!  Danach tat ich nicht viel anderes, als in der Bar unseres Hostels zu sitzen und abwechselnd auf den See und in mein Buch zu schauen. Zwischendurch holte ich mir einen frisch gepressten Orangensaft oder aß irgendetwas unglaublich Leckeres aus dem Restaurant unseres Hostels (seit gefühlten Ewigkeiten ernährten wir uns wieder von leckerem Essen, das tatsächlich Spaß machte zu essen). Oder aber wir schlenderten durch die kleinen Gassen des Ortes mitsamt seiner Cafés, Bars, Restaurants und hunderten von selbstgemachten Armband- und Kettenständen. Wir spielten Dart und Billard, schnackten mit anderen Backpackern und genossen ein Brahva Extra – das zwar nicht leckerste, aber mit Abstand günstigste guatemalische Bier. Wenn die Sonne zu heiß wurde, sprangen wir zur Abkühlung in den wirklich oftmals asig-kalten See, nur um uns danach von der Sonne trocknen zu lassen. An den aktiven Tagen liehen wir uns Kanus aus und ließen uns von den Wellen über den See treiben. Später am Abend spielten wir noch mehr Dart bei weiteren Bieren in der Hostelbar. Und Freitagabends fand im Hostel das überall im Ort bekannte und berühmte Pub-Quiz statt. 40 Allgemeinfragen, unterbrochen mit lustigen Bonusrunden und allen Möglichkeiten, Getränke, Essen und Geld zu gewinnen. So gab es eine Runde Schnaps für die Gruppe desjenigen, der beim Wort „See“ als erster in den See sprang und der Hauptgewinn steigerte sich während des Quiz von 100 US$ bis hin zu 300 US$. Ein absoluter Spaß!

Wanderung am See
Wanderung am See

Nach einer knappen Woche in San Pedro fuhren wir dann für ein paar Tage nach San Marcos, einem Hippie-Ort auf der anderen Seite des Sees. Und wenn ich Hippie sage, meine ich Hippie. Veganes Essen, selbstgemachte Kleidung aus Baumwolle und Mediationscenter, wohin man nur schaute. Was ja an sich überhaupt nichts Schlechtes ist. Nur in der Kombination mit Apple-Laptops und IPhones irgendwie nicht ganz konsistent. Daher zog es uns nach ein paar Tagen wieder hinüber auf die lebendigere Seite des Sees: zurück nach San Pedro. Dort taten wir dann die nächsten Tage exakt das Gleiche wie schon oben beschrieben. Da wir ja aber auch nicht komplett nur faul am See herumliegen wollten und unser letzter Trek schon eine Weile her war, entschieden wir uns dazu, nach dem Wochenende nach Xela, einer Stadt fünf Stunden nördlich vom Lago de Atitlán, zu fahren. Von dort aus wollten wir dann 2 ½ Tage lang über Stock und Stein (was in Guatemala eher steile Berge rauf und runter heißt) mit Backpack auf dem Rücken 45 Kilometer laufen. Ziel: Lago de Atitlán. Wir konnten also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir bewegten uns einmal wieder UND wir hatten gleichzeitig einen Grund, wieder an unseren geliebten See zurück zu kommen. Am Montag war es also so weit: Wir setzten uns in den Bus nach Xela und als dieser die Berge hinauf fuhr und der See so langsam aus unserem Blick verschwand freute ich mich schon darauf, in drei Tagen wieder hier zu sein.

Trek von Xela nach Lago de Atitlán

Angekommen in Xela, vermisste ich unseren beschaulichen Ort am See noch mehr. Denn Xela war groß, laut und dreckig. Wir liefen eine Weile in der Stadt herum und warteten dann auf unser abendliches Treffen mit den anderen Teilnehmern des Treks. Quetzaltrekkers, die Organisation, die den Trip organisierte, ist eine NGO. Sie organisiert verschiedene Trekkingtrips in sowohl Guatemala als auch Nicaragua, aber alle Einnahmen werden in verschiedene Projekte mit Kindern in der lokalen Umgebung gesteckt. Eine ziemlich gute Sache! Am Abend trafen wir also unsere zwei Trekkingleiterinnen und die anderen Teilnehmer, bekamen letzte Anweisungen, was wir mitnehmen mussten, konnten Schlafsäcke, Schlafmatten, Fließjacken, etc. ausleihen und bekamen jeder Essensrationen, die wir mitzutragen hatten. Dann hieß es ab ins Bett, da es am nächsten Morgen um 6.30 Uhr losging.

Über Stock und Stein
Über Stock und Stein

Die nächsten 2 ½ Tage waren großartig – aber wirklich anstrengend. Insbesondere, wenn es für zwei Stunden steil den Berg hinaufging. Und das mit einem gefühlt immer schwerer werdenden Backpack auf dem Rücken. Am ersten Tag wanderten wir 20 Kilometer in acht Stunden – den Berg hinauf, durch Kornfelder, Dörfer und Täler, über asphaltierte Straßen und Feldwege, einen weiteren Berg hoch und im Nebel steil den Berg wieder hinunter. Kurz vor der Dämmerung kamen wir dann an unserem Schlafplatz für die Nacht an. Vor dem selbstgekochten Abendessen (Nudeln mit Tomatensauce) schwitzten wir im Temaskal, einer traditionellen Maya Sauna in der kleinsten Hütte, die ich je gesehen habe. Gegen 20 Uhr lagen wir dann alle totmüde im Bett, der Tag hatte uns geschafft und schließlich mussten wir am nächsten Tag auch wieder früh hoch.

Als am nächsten Morgen der Wecker um 6.30 Uhr klingelte, hätte ich definitiv noch länger schlafen können. Aber es half ja nichts, schließlich lagen heute 15 Kilometer vor uns, die gewandert werden mussten. Wir stärkten uns mit dem typisch guatemalischen Frühstück: Reis, Bohnen, Rührei und Tortillas. Hatte ich mir am Anfang dieser Reise nicht vorstellen können, Reis zum Frühstück zu essen, so liebe ich dieses Frühstück jetzt! Es ist lecker und macht sowas von satt! Gut gestärkt schulterten wir unsere Backpacks und liefen los. Ungeschickt, wie ich ja manchmal sein kann, stolperte ich nach gut einer Stunde auf dem steinigen Weg und das Gewicht meines Backpacks gab mir keine Chance, mich auszubalancieren – also legte ich mich schön der Länge nach hin. Mein rechtes Knie, das von einem vorherigen Sturz gerade erst verheilt war, musste also erneut daran glauben – ich zog mir eine fette Schürfwunde zu, die jetzt nach etwa vier Wochen fast verheilt ist. (Kniemodel werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr mit allen meinen Narben 😉 ) Nach einer weiteren Stunde standen wir dann vor dem sogenannten „Rekord Hill“. Wir wussten, dass dieser Berg steil war, wir wussten aber nicht wie steil. Hätte man es uns vorher erzählt, ich glaube, jeder von uns wäre lieber umgedreht als dort hinaufzulaufen. Falls ihr euch noch erinnert: Als ich euch von unserem Treppenaufstieg nach Machu Picchu berichtete, meinte ich, dass jener Aufstieg das körperlich Härteste war, was ich bis dato jemals gemacht hatte. Nun, der Aufstieg des Rekord Hill war härter! Wisst ihr, wie steil eine 45-50 % – Steigung ist? Wenn nicht, googelt es mal. Es ist, auch ohne Backpack auf dem Rücken, verdammt steil! Die ersten zwei Minuten waren noch okay, nach drei Minuten fing mein Atem an, unregelmäßiger zu werden, nach vier Minuten schwitze ich, was das Zeug hielt und nach fünf Minuten hätte ich gut und gerne aufgeben können. Aber diese Option gab es nicht, wir mussten den Berg hoch, ob wir wollten oder nicht. Nach einigen weiteren Minuten sah ich jemanden aus unserer Gruppe an der nächsten Kurve auf einem Stein sitzen und ich dachte: Oh yes!! Das muss das Ende sein!!! Doch als wir näher kamen, erfuhr ich, dass er nur eine Verschnaufpause einlegte und ich sah, dass der Weg nach der Kurve weiter steil hinaufging (wenn nicht sogar noch steiler). Mein Körper schrie lautstark nach einer Pause, also hielt ich inne. Das Problem mit den Pausen ist aber folgendes: Zwar kommt man wieder etwas zu Atem und das Gefühl, gleich zusammenzuklappen, legt sich wieder einigermaßen; aber der Weg vor einem wird durch die Pause leider nicht kürzer. Man muss da immer noch hinauf und durch die Pause verzögert sich das Ziel, endlich oben zu sein, lediglich. Ich fing also wieder an zu laufen und dachte mit jedem weiteren Schritt: setz einfach den nächsten Fuß vor den anderen. Und das Spannende ist, wenn man einmal über seine Grenzen gehen und weitermachen muss, obwohl man denkt, man kann nicht mehr: Wenn du weitergehen musst, dann gehst du weiter. Dein Körper hat viel mehr Kraft, als du denkst. Auch wenn du denkst, ich kann keinen weiteren Schritt machen, irgendwie kannst du es dann doch. Und so gelangte ich dann nach 20 Minuten, die sich wie eine Stunde anfühlten, mit stoßendem Atem und komplett durchgeschwitzt oben an. Aber stolz wie ein Honigkuchenpferd. Den Rest des Tages ging es dann glücklicherweise nur noch bergab und so kamen wir dann relativ erschöpft am späten Nachmittag in unserer Unterkunft für die Nacht an. Dort wartete eine kalte Dusche und ein köstliches Abendessen bestehend aus Hühnchen, Reis, Bohnen und Salat auf uns. Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile ums Lagerfeuer, bis wir dann alle gegen 20 Uhr völlig platt auf unsere Schlafmatten fielen.

Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán
Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán

Am nächsten Morgen bzw. eher in der Nacht um 3.30 Uhr klingelte der Wecker. Noch halb im Schlaf packten wir unsere sieben Sachen zusammen, schulterten den Backpack und liefen mit schmerzenden Muskeln eine Stunde lang zu unserem Aussichtspunkt. Denn wir befanden uns jetzt über dem Lago de Atitlán und wollten hier von hoch oben den Sonnenaufgang über dem See sehen. Wir legten uns in unsere Schlafsäcke, während unsere Trekkingleiterinnen heißes Wasser für Tee, Kaffee und Kakao kochten. Die heißen Getränke wärmten uns in der Kälte und nach einer halben Stunde Warten kam die Sonne dann ganz langsam hinter den Bergen hervor. Was für ein Anblick! Die aufgehende rote Sonne, die den See langsam erhellte, die schlafenden Dörfer, die langsam zum Leben erwachten – dieser Sonnenaufgang war das frühe Aufstehen definitiv wert! Als es hell war, aßen wir Frühstück und machten uns dann auf den langsamen Abstieg zum See hinunter. Verglichen mit den letzten beiden Tagen war dieser Teil der Wanderung wirklich entspannend. Und dann, gegen 10 Uhr morgens, hatten wir es geschafft: Wir waren am Lago de Atitlán angekommen. Wir sprangen in ein Tuktuk, das uns zu unserem Hostel brachte und bevor ich irgendetwas anderes tat, kletterte ich aus meinen dreckigen und durchschwitzten Klamotten und sprang in den herrlich kühlen See. Was für eine Wohltat! Dann stießen wir alle auf unsere geschaffte Wanderung mit einem kalten Bier an und ließen die Sonne auf die schmerzenden Beine scheinen. Drei Tage Wandern durch das pure Guatemala, dort, wo sich niemals Touristen hin verirren. Was für eine großartige Zeit! Und hätte ich gemusst, ich hätte sogar noch weiter wandern können. Denn mein Körper hatte sich komplett daran gewöhnt, acht Stunden am Tag zu laufen. Aber ganz ehrlich – ich war auch nicht wirklich traurig darüber, dass die Tour vorbei und ich wieder an meinem geliebten See war.

Noch mehr Lago de Atitlán

Sprung ins Nasse
Sprung ins Nasse

Die nächste Woche verbrachten wir also wieder mit purem Nichtstun. Ich schlief bis in die Puppen, lag in der Hängematte, las mein Buch, sprang in den See und genoss die Zeit. Dann hieß es jedoch wieder Abschied nehmen – und diesmal tatsächlich endgültig. Denn nach sieben Monaten Hostelleben und zur Feier unseres Jahrestages hatten Mike und ich beschlossen, uns mal so richtig etwas zu gönnen und hatten uns für drei Nächte in ein 5-Sterne-Hotel in Guatemala City eingebucht. Doch trotz dieser rosigen Aussichten fiel mir der Abschied vom See wirklich schwer. Denn in den drei Wochen, die wir hier verbracht hatten, war dieser Ort so etwas wie ein zweites Zuhause geworden. Aber es half ja nichts, schließlich muss man irgendwann einmal „Auf Wiedersehen“ sagen. So verabschiedeten wir uns also von allen lieb gewonnen Menschen, ich warf einen letzten Blick auf den See – und dann ging es nach Guatemala City.

Guatemala City

3-Tage-Luxus
3-Tage-Luxus

Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Hotel, in dem uns alle Gäste schräg anguckten, als wir in unseren abgetragenen Klamotten mitsamt dreckigen Backpacks ins Hotel kamen. Als wir dann das Zimmer betraten, fühlte ich mich wie im Paradies: Ein großer Raum ganz für uns allein, ein riesiges Bett, ein sauberes, gut riechendes Badezimmer und zudem auch noch Teppich. Glaubt mir, nachdem man sieben Monate lang nur in Dormbetten in den günstigsten Hostels schläft, kann einen die Tatsache, Teppich unter den Füßen zu spüren, sowas von umhauen. Und dann erst das Frühstücksbuffet am Morgen! Die drei Tage gingen viel zu schnell um und dann hieß es leider wieder, das Leben der Reichen und Schönen gegen das Backpackerleben einzutauschen. Ach, wäre man nur Millionär…

Semuc Champey & Tikal

Semuc Champey
Semuc Champey

Es war also an der Zeit, dem Rest Guatemalas einen Besuch abzustatten. Daher setzten wir uns in den Bus und fuhren nach Semuc Champey, einem kleinen Ort im Dschungel in der Mitte Guatemalas. Hier schwammen und kletterten wir durch Höhlen und schwammen in wunderschönen Pools, die ganz allein Mutter Natur entsprangen. Es ist schon der Wahnsinn, was die Natur so kreiert.

Dann ging unsere Reise weiter nach Flores, einer Stadt im Nordosten Guatemalas. Von hier aus besuchten wir Tikal. Hier befinden sich über den Dschungel verstreute Maya Ruinen, von denen manche 300 v. Chr. gebaut wurden. Auch, wenn nach Machu Picchu alles ein wenig kleiner und nicht ganz so umhauend aussieht, waren die Ruinen dennoch beeindruckend.

Und dann hieß es tatsächlich, „Goodbye Guatemala“ zu sagen. Einen Monat haben wir hier verbracht und insbesondere die Zeit am Lago de Atitlán war für mich die mit beste Zeit unserer Reise. Selbst jetzt vermisse ich den See noch. Guatemala ist definitiv mein neues Lieblingsland und ich kann nur jedem von euch sagen: Besucht dieses Land in eurem Leben einmal! Es hat so vieles zu bieten!

Jetzt sind wir, nach einer 21-stündigen Fahrt in verschiedensten Bussen durch Belize und den Süden Mexicos, an der Karibikküste Mexikos angelangt und verbringen unsere Tage mit Strandbesuchen und mexikanischem Essen – Tacos, Tacos, Tacos. Hier bleiben wir noch eine Weile, bevor es dann bald nach acht Monaten Süd- und Mittelamerika heißt, Abschied von diesem Teil der Welt zu nehmen. Aber daran denke ich erst, wenn es soweit ist. Bis dahin esse ich noch ein paar mehr Tacos und lasse mir die mexikanische Sonne auf den Bauch strahlen. Und denke an meinen geliebten See in Guatemala.

In diesem Sinne: Lasst euch von der Kälte zuhause nicht unterkriegen und wenn ich nur einen von euch mit diesem Blogeintrag dazu bewegen konnte, darüber nachzudenken, einmal Guatemala zu besuchen, dann waren die Stunden, die ich mit dem Schreiben dieses (ich weiß, wirklich langem) Berichts verbracht habe, richtig investiert –und ich kann mich jetzt guten Gewissens in die Hängematte am Strand legen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Vulkan Fuego in Antigua
Vulkan Fuego in Antigua
Sightseeing in Antigua
Sightseeing in Antigua

Wunderschöner Lago de Atitlán
Wunderschöner Lago de Atitlán
Wunderschöner Lago de Atitlán
Wunderschöner Lago de Atitlán
Wunderschönder Lago de Atitlán
Wunderschönder Lago de Atitlán
Wunderschöner Lago de Atitlán
Wunderschöner Lago de Atitlán
Kanufahren auf dem See
Kanufahren auf dem See
Mit dem Backpack auf dem Rücken
Mit dem Backpack auf dem Rücken
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Durch den Nebel
Durch den Nebel
Wandern durch das wunderschöne Guatemala
Wandern durch das wunderschöne Guatemala
Die süßen Welpen in unserer Unterkunft für die Nacht
Die süßen Welpen in unserer Unterkunft für die Nacht
Wunderschönes Guatemala
Wunderschönes Guatemala
Einmal Platz machen, bitte!
Einmal Platz machen, bitte!
Mit dem wunderschönen Guatemala im Rücken
Mit dem wunderschönen Guatemala im Rücken
Nach dem siegreichen Aufstieg des Rekord Hills
Nach dem siegreichen Aufstieg des Rekord Hills
Panoramasicht vom Rekord Hill
Panoramasicht vom Rekord Hill
Über Stock und Stein - und auch durch Flüsse
Über Stock und Stein – und auch durch Flüsse
Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán
Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán
Der Blick über die wunderschönen Pools von Semuc Champey
Der Blick über die wunderschönen Pools von Semuc Champey
Der Blick über die wunderschönen Pools von Semuc Champey
Der Blick über die wunderschönen Pools von Semuc Champey
Bauchklatscher von der Ropeswing-Schaukel
Bauchklatscher von der Ropeswing-Schaukel
Die Maya Ruinen in Tikal
Die Maya Ruinen in Tikal
Die Maya Ruinen in Tikal
Die Maya Ruinen in Tikal
Über dem Dschungel
Über dem Dschungel
Blick über die Ruinen und den Dschungel
Blick über die Ruinen und den Dschungel

 

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