Tú me gustas, Colombia

Tayrona National Park
Tayrona National Park

Kolumbien – ein Land der Veränderung. Vor 25 Jahren: Ein Land mit dem größten Drogenkartell der Welt: das Medellin-Kartell unter der Führung von Pablo Escobar. Der einflussreiche Drogenbaron und Politiker, der von den Reichen gehasst und von den Armen geliebt wurde, führte einen blutigen Machtkampf mit dem Cali-Kartell, der Tausenden von Menschen das Leben kostete und gleichzeitig Medellin zur gefährlichsten Stadt der Welt machte. Kolumbien heute: Ein Land, das zu den größten Wirtschaftsnationen Lateinamerikas gehört. Berge, Dschungel, Küsten und eine freundliche Bevölkerung tragen dazu bei, dass immer mehr Touristen in diesem Land unterwegs sind und es sich zu dem Start/Ziel des sogenannten „Gringo-Trails“ entwickelt hat. Ein Land, in das wir große Erwartungen hatten – die nicht enttäuscht wurden.

Nach 10 Tagen Galápagos- Inseln, einer Woche Sonnen und Feiern am Strand in Montanita und einigen Tagen in der Hauptstadt Quito mitsamt des Besuches der Äquatorlinie hatten Mike und ich das Gefühl, genug von Ekuador gesehen zu haben – es war Zeit uns auf den Weg in das berühmtberüchtigte Kolumbien zu machen. Seit unseren ersten Tagen in Rio de Janeiro bis hin nach Ekuador hörten wir von allen Reisenden, die uns begegneten und schon in Kolumbien waren, ohne Ausnahme nur Gutes über das Land mit der karibischen Küste. Dementsprechend groß waren unsere Erwartungen, als wir uns in Quito auf den Weg zum Busterminal machten, um uns in einen Bus zu setzen, der uns zur fünf Stunden entfernten Grenze mit Kolumbien bringen sollte. Wir hatten von einigen Reisenden gehört, die Grenze bloß nicht bei Nacht zu überqueren, da das viel zu gefährlich wäre. Wir beschlossen also, den Nachtbus zu nehmen, um dort in der Dämmerung anzukommen. Es kam natürlich, wie es kommen musste: Brauchen die Busse in Südamerika immer um die zwei Stunden länger als angegeben, so war natürlich genau dieser Bus einer der schnellen Sorte – und setzte uns um 3 Uhr in der Nacht an der Bushaltestelle ab. Was soll´s, dachten wir uns, wenn wir schon mal hier sind, dann können wir auch jetzt über die Grenze. Also setzten wir uns in ein Taxi, das uns zur Grenze fuhr. Und was soll ich sagen – wieder einmal bewies sich, dass all jene Bemerkungen, wie ach so gefährlich etwas doch ist, Blödsinn sind. Denn die Grenzüberquerung war definitiv die entspannteste und schnellste, die ich bisher in Südamerika erlebt habe. Anstatt Ewigkeiten an dem einen geöffneten Schalter in einer langen Schlange zu stehen, gingen wir schnurstracks zu den zwei geöffneten Schaltern an der ekuadorianischen Grenze und wurden schnell und simpel ausgestempelt. Dann schulterten wir unsere Backpacks und überquerten die 20 Meter lange Brücke, die Ekuador von Kolumbien trennt. Und das sogar überraschenderweise ganz ohne Überfallen zu werden…  😉 Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht von wem, denn außer der Taxifahrer war natürlich um 3 Uhr morgens keine andere Menschenseele unterwegs. Wir betraten die kolumbische Immigration, der Grenzbeamte drückte ohne uns groß zu beachten den Stempel in die Pässe – und da waren wir in Kolumbien. Mit einem Taxi ging es zur Busstation in der angrenzenden Stadt, mit der Hoffnung, dass es einen frühen Bus nach San Agustin geben würde, eine kleine Stadt nordöstlich der Grenze. Im Busterminal angekommen erfuhren wir dann von der einzigen geöffneten Minibusfirma, dass es um die 15 – 20 Stunden nach San Agustin dauern würde, und das für nicht-billig. Wir könnten aber in den nächsten Minivan steigen, der in zehn Minuten nach Cali fahren würde. Also schmissen wir unsere Pläne über den Haufen und entschieden uns stattdessen, nach Cali zu fahren. So ging es dann um 4 Uhr morgens nach fünf Stunden Bus bis zu Grenze, zwei Taxifahrten und einer Grenzüberquerung weiter nach Cali – in einer 11-stündigen Fahrt in einem kleinen, engen Minivan. Die Freuden der Reisenden!

Cali

Cali
Cali

So kamen wir also nach Cali – drittgrößte und derzeit gefährlichste Stadt Kolumbiens. Die Stadt ist regiert von einer einzigen Sache: Salsa. Salsa, Salsa, Salsa – die Menschen tanzen, leben und atmen Salsa hier. Da wundert es nicht, dass so gut wie alle Hostels am Abend kostenlose Salsastunden anbieten und danach mit einem in verschiedene Salsabars gehen. Während der kostenlosen Salsastunde merkte ich schnell, dass das Salsa, was ich vor zehn Jahren im Tanzkurs gelernt habe, kaum weiter von dem südamerikanischen Salsa entfernt sein konnte. Doch die Tanzschritte waren relativ schnell gelernt und so ging es mit Basiskenntnissen in die Bar. Diese war dann doch etwas enttäuschend – hatte ich einen Raum mit einem Orchester erwartet (schließlich erzählt dir jeder, dass in Cali an jeder Ecke ein Salsaorchester spielt) und Hunderte von schwitzenden Körpern eng beieinander tanzend á la Dirty Dancing 2-Havannah-Style, so war es dann doch eher eine 0-8-15-Bar mit Salsa Musik aus den Lautsprechern und einigen tanzenden Kolumbianern. Der Abend war dennoch sehr lustig und tanzreich. Der Tanzlehrer unseres Hostels, der mit uns feiern gekommen war, der seit Kindesbeinen an Salsa tanzte, schwang mich durch den Raum und machte mir das Tanzen somit sehr leicht. (Ich hatte schon früh am Abend aufgegeben, Mike dazu zu überreden, zu tanzen. Der geborene Tanzmuffel eben 😉 ) Am nächsten Tag erkundeten wir die Teile der Stadt, die man nachts lieber meiden sollte. Doch wieder einmal muss ich sagen: Dafür, dass es angeblich die derzeit gefährlichste Stadt Kolumbiens sein soll, fühlte ich mich mal wieder (wie auch sonst in Südamerika) zu keiner Zeit in Gefahr. Im Gegenteil: Wir saßen im Zentrum der Stadt auf einer Bank, als ein Kolumbianer auf uns zukam. Er fragte uns, wo wir herkämen, erzählte uns, in welchen Orten der Welt er schon gelebt habe, dass er momentan hier im Park schlafe, weil das Geld knapp sei, aber dass er trotzdem glücklich sei, denn die Kolumbianer seien einfach fröhliche Menschen. Wir unterhielten uns eine gute Weile mit ihm, bis er uns mit den Worten: „Willkommen in unserem Land! Schön, dass ihr hier seid!“ verabschiedete und sich weiter daran machte, sein Wasser, dass er verkaufte, an die Leute zu bringen. Ohne uns zu fragen, ob wir doch was kaufen wollen. Ohne uns um Geld zu bitten. Sondern sich einfach nur freute, Europäer in seinem Land zu sehen und sich mit diesen zu unterhalten. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin in Deutschland noch nie auf jemanden zugegangen, der offensichtlich aus dem Ausland ist und habe ihn in meinem Land willkommen geheißen. Südamerika 1: Europa 0.

Die zu dem Zeitpunkt noch entspannte Südtribüne
Die zu dem Zeitpunkt noch entspannte Südtribüne

Einen Tag später gingen Mike und ich zum Fußball spiel von América de Cali, einer der zwei Mannschaften aus Cali. Diese spielen momentan in der 2. Liga, was dem Aufgebot an Polizei aber definitiv keinen Abbruch tut. Ich habe glaube ich in meinem bisherigen Leben noch nicht so viele und so stark bewaffnete Polizisten auf einem Haufen gesehen. Während im Stadion hunderte von „normal“ gekleideten Polizisten mit jeweils einer Waffe + Schlagstock die Ultras auf der Südtribüne „bewachten“, standen vor dem Stadion zu Beginn und Ende des Spiels Polizisten von Kopf bis Fuß in Schutzanzug gesteckt, mit etlichen kleineren und größeren Waffen. Und wir sprechen hier von einem normalen Ligaspiel. Aber obwohl sie so furchteinflößend ausschauen, habe ich schnell festgestellt, dass Polizisten hier die mit freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen sind. Wenn ich einmal nach dem Weg fragen muss, frage ich meistens einen der überall herumstehenden Polizisten. Schließlich haben diese alle Zeit der Welt und helfen immer – mit einem Lächeln im Gesicht und einer M-16 in der Hand. Aber zurück zum Fußballspiel. Einmal im Stadion drinnen, verstand ich, warum hier so ein Polizeiaufgebot herrschte: Die kolumbischen Ultras sind, gelinde gesagt,  leidenschaftlich. Die Südtribüne war ein einziger Haufen von Menschen und es gab nicht eine einzige Sekunde im Spiel, in der sie aufgehört hätten zu singen und auf und ab zu springen. Und auf der Nordtribüne standen die 20 Fans des anderen Teams, umrundet von dreifach so vielen Polizisten. Diese wurden zehn Minuten vor Ende des Spiels von der Polizei aus dem Stadion eskortiert – denn ganz ehrlich, nach dem Spiel während sie definitiv nicht mehr heil aus dem Stadion herausgekommen. Um die Leidenschaft der Fans in einem kleinen Beispiel darzustellen: Das Spiel endetet 0:0. Einer der Fans war mit diesem Ergebnis nicht wirklich zufrieden und rannte nach Abpfiff auf das Spielfeld und ging auf einen der Spieler aus dem eigenen (!) Team los. Es brauchte vier Polizisten, den schimpfenden Mann vom Feld zu schaffen. Ich möchte nicht die Reaktion der Fans sehen, wenn das eigene Team verliert… Verrückte südamerikanische Fußballfans!

Salento

Blick auf die Kaffeefarm
Blick auf die Kaffeefarm

Nach diesen ereignisreichen Tagen in Cali ging es weiter in das beschauliche Salento, einem kleinen Ort inmitten der Zona Cafetera. In dieser Region wird der in Europa so hochgeschätzte kolumbische Kaffee angebaut. Schon seit Beginn unserer Südamerikareise freute ich mich als Kaffeeliebhaberin darauf, nach Kolumbien zu kommen und Unmengen von dem schwarzen, koffeinhaltigen Getränk zu trinken. Nur um hierher zu kommen und zu erfahren, dass der Kaffee, der aus den guten Kaffeebohnen hergestellt wird, ausschließlich nach Europa exportiert wird. Und der Kaffee, den man hier bekommt, aus den schlechten Bohnen besteht. Blöd gelaufen. Ich sollte aber dennoch in den Genuss des wahren 100-prozentigen kolumbischen Kaffees kommen. Mike und ich nahmen an einer Kaffeetour teil, bei der man eine Kaffeefarm besuchte und dort den Prozess der Kaffeeherstellung erklärt bekam – mit anschließender Verkostung. Wir trennten die Bohnen von der Schale, rösteten die Bohnen in einem Topf über einer kleinen Gasstelle, mahlten und brühten sie mit heißem Wasser auf. Währenddessen lernten wir, dass ein starker Kaffee – entgegengesetzt der wohl allgemeinen Ansicht – nur wenig Koffein enthält. Stattdessen ist die Faustregel: Je schwächer  der Kaffee, desto höher der Koffeingehalt. Definitiv eine Information, die wohl den meisten Kaffeetrinkern (genau wie mir) bisher nicht bekannt war. Und dann durften wir probieren: 100-prozentiger auf ökologischer Basis angebauter  kolumbischer Kaffee. Und was soll ich sagen: er war ziemlich gut.

Valle de Cocora
Valle de Cocora

Nach einem Tag voller neuer Informationen über die verschiedenen Kaffeearten, Kaffeeanbau, Herstellung und vielen Tassen des wunderbaren Heißgetränks standen wir dann am nächsten Tag zeitig auf, um das Valle de Cocora zu besichtigen. Dieses Tal ist bekannt für seine grüne Schönheit, durchlaufen von verschiedenen Wanderwegen, umgeben von dem kolumbischen Nationalsymbol: der Carnaubapalme, aus deren Blättern das sogenannte Carnaubawachs gewonnen wird. Wir wanderten durch das Tal, das, wie es schien, Bayern, Südamerika und Karibik in einem war: bayrisch aussehende Landschaft, riesige südamerikanische Berge im Hintergrund, gepickt mit karibischen Palmen. Etwas surreal, aber wirklich schön.

Medellin

Nach diesen entspannten Tagen in Salento ging es weiter nach Medellin, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Wie schon erwähnt, war Medellin noch vor 20 Jahren die gefährlichste Stadt der Welt. Nach der Ermordung Pablo Escobars im Jahr 1993 und dem damit verbundenen Ende seines berühmten Medellin-Drogenkartells ist die Stadt in den heutigen Jahren eher dafür berühmt, weltweit eine der führenden Städte in der Ausführung von Schönheitsoperationen zu sein. Wir feierten Halloween hier, entspannten, fuhren mit der stadteigenen Seilbahn in die ärmere Gegend hoch, schauten uns ein weiteres leidenschaftliches Fußballspiel, diesmal von Independiente Medellin, an und nahmen schließlich last, aber sowas von nicht least, an der „Pablo Escobar“-Tour teil – und trafen Pablos Escobars Bruder.

Gestatten: Roberto Escobar, Pablos Escobars Bruder
Gestatten: Roberto Escobar, Pablos Escobars Bruder

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, euch in die Geschichte Kolumbiens und Pablos Escobars einzuführen. Daher nur eine Kurzzusammenfassung: Pablo Escobar stieg mit 16 Jahren in das Drogengeschäft ein und verdiente nur vier Jahre später seine erste Million damit. In nur wenigen Jahren entwickelte sich das Medellin-Kartell unter seiner Hand zu dem führenden Kartell Kolumbiens bis hin zu einem der einflussreichsten Drogenkartelle der Welt. In späteren Jahren stieg Escobar auch in das Politgeschehen ein. Von den Armen geliebt, da er viel Geld in die Verbesserung der Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung steckte. Von den reichen Politikern verhasst, da diese genau wussten, woher sein Geld kam, es aber nicht beweisen konnten. Im blutigen Kampf mit dem Cali-Kartell, bei dem Tausende von schuldigen und unschuldigen Menschen ihr Leben lassen mussten. Schließlich wurde Escobar nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt und jahrelanger Flucht vor der Polizei in seinem Versteck von der Polizei überrascht, woraufhin er sich erschoss. Das alles erfuhren wir auf einer Tour durch Medellin, in der wir Escobars Grab besuchten, in dem er mit vielen seiner Familienangehörigen begraben liegt. Wir fuhren zu einem Haus, das ihm als Hinterhalt diente. Und schließlich ging es die Berge hinauf, wir bogen auf eine Auffahrt ab, die schmiedeeiserne Gittertür öffnete sich, wir fuhren hinein – und dort saß der Bruder des berühmtberüchtigten Drogenbarons. Was für ein Moment. Zunächst jedoch wurden wir durch das Haus geführt, in dem Pablo Escobar einst wohnte, uns wurde gezeigt, wo der doppelte Boden des 2. Stockes war, in dem er sich vor der Polizei versteckte und wir sahen die Einschusslöcher von damals in den Wänden. Danach gesellte sich Pablo Escobars Bruder zu uns. Auf einem Ohr taub und im linken Auge ein Glasauge ließ er bereitwillig Fotos mit sich schießen und beantwortete alle unsere Fragen. Er selber war vor der großen Drogenkarriere seines Bruders im Radrennsport tätig gewesen, hatte dort viele Preise gewonnen. Später wurde er dann der Finanzhalter Escobars – er allein wusste, wie viele Millionen von Dollar tatsächlich erwirtschaftet wurden. Als Pablo Escobar dann an Macht verlor und auf der Flucht vor der Polizei war, wurde sein Bruder festgenommen und verbrachte die nächsten 14 Jahre im Gefängnis.

Was für eine Welt – vor 20 Jahren konnte niemand in Medellin herumlaufen, ohne Angst zu haben, in irgendeinem Kreuzfeuer erschossen zu werden. Weder die Bürger Medellins, geschweige denn Reisende wie ich. Heute empfängt der Bruder des einst mächtigsten Mannes Medellins, wenn nicht sogar Kolumbiens, der Millionen und Milliarden von Dollar verwaltet hat, Backpacker für läppische 26 Euro in seinem Haus und post für Fotos mit ihnen. Einfach nur surreal. Und absolut faszinierend.

Karibische Küste

Kolumbische Palmen
Kolumbische Palmen

Dann ging es – endlich, endlich, endlich – mit dem Bus 20 Stunden Richtung Norden: Karibik! Ab nach Santa Marta, einem Ort direkt an der karibischen Küste gelegen. Dort verbrachten wir eine Nacht, bevor es weiter in das benachbarte Taganga geht, einem kleinen Fischerdorf. Leider sind die Strände der beiden Orte eher weniger karibisch. Woran man aber merkte, am karibischen Meer zu sein: die Hitze. Wobei heiß schon fast eine Untertreibung ist. Ich glaube, ich habe noch nie so sehr geschwitzt wie in den letzten zwei Wochen. Da wird die Klimaanlage im Schlafraum zum absoluten Muss – obwohl wir auch schon einige Nächte nur mit einem Fan verbracht haben – was eher nicht zu empfehlen ist. Aber so langsam gewöhne ich mich an diese heiße, dicke Luftschicht, die einen konstant von morgens bis abends begleitet – ist auch besser so, denn ich glaube in Mittelamerika wird das Wetter nicht unbedingt anders 😉 Nach einigen Tagen in Taganga fuhren wir dann in den Tayrona National Park – und da war sie, die Karibik aus dem Bilderbuch. Lange weiße Strände, auf der einen Seite blauer Ozean, auf der anderen Seite grüner Dschungel. Wir liefen lange Wege durch den Dschungel, um zu beschwimmbaren Buchten zu kommen, schliefen drei Nächte in Hängematten und ließen uns die Beine von hunderten von Mücken zerstechen. Doch nach den vielen Dschungeltrips, die wir auf dieser Reise schon gemacht haben, konnte irgendwann auch der Kaffee und das noch warme, leckere Schokobrötchen von der Dschungelbäckerei am Strand nicht mehr den Hass gegen all die kleinen Tierchen, insbesondere die Mücken, wettmachen, der sich auf all diesen Dschungeltrips aufgebaut hat. Und ich stellte wieder einmal fest: Ich bin einfach ein Küstenkind. Aber vom Dschungel habe ich für die nächsten Monate erst einmal die Nase voll. Also verließen wir den Nationalpark nach vier Tagen wieder und ich fuhr ins östlich gelegene Palomino, während Mike zurück ins westliche Taganga fuhr. Ich hatte viel Gutes über Palomino gehört und wollte wenigstens eine Nacht dort verbringen. Als ich dort ankam, wurde mir klar, dass es definitiv auch nur bei einer Nacht bleiben würde. Denn die Hostelpreise waren der absolute Wucher und mein Backpackerportmonaie gab nach vier Monaten Reise einfach nicht so viel her. Das einzige, was ich mir guten Gewissens leisten konnte, war – na was wohl: eine Hängematte. Als hätte ich von der in den letzten Tagen nicht schon genug gehabt… Also verbachte ich einen entspannten Lesetag am Strand, klönte am Abend durch Zufall mit einer Norddeutschen aus Bordesholm (hier sind so viele Deutsche unterwegs, sind eigentlich noch welche zuhause?), versuchte am nächsten Morgen um 8 Uhr am Strand joggen zu gehen (scheiterte aber kläglich, da es selbst um diese Uhrzeit schon um die 30 Grad heiß war) und nahm am Mittag den Bus zurück nach Taganga. Dort verbrachten wir das Wochenende, trafen ein paar Freunde und fuhren schließlich am Montag weiter nach Cartagena, einen Hafenort im Westen der Küste.

Und von hier aus geht die Episode „Südamerika“ dann wohl zu Ende. Viereinhalb Monate, sieben Länder. Eine Seite wird umgeschlagen, ein neues (wenn wahrscheinlich nicht sooo anderes) Kapitel angefangen. Mittelamerika, wir kommen! Entweder mit dem Segelboot, Speedboot oder im Flugzeug – wie wissen wir noch nicht genau. Aber wie auch immer wir hinübergelangen – Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Belize, El Salvador und Mexico, wir sehen uns bald!

Salento
Salento
Die Landschaft außerhalb Salento
Die Zona Cafetera
Auf der Kaffeefarm
Auf der Kaffeefarm
Rösten der Bohnen
Rösten der Bohnen
Glücklich mit meinem kolumbischen Kaffee
Glücklich mit meinem kolumbischen Kaffee
Eine Liste der Kaffeeliebhaber der Welt - findet Deutschland!
Eine Liste der Kaffeeliebhaber der Welt – findet Deutschland!
Valle de Corcora
Valle de Cocora
Kolibris im Valle de Corcora
Kolibris im Valle de Cocora
Seilbahn über Medellin
Seilbahn über Medellin
Pablos Escobars Familiengrab
Pablos Escobars Familiengrab
Alte Einschusslöcher in Escobars Haus
Alte Einschusslöcher in Escobars Haus
Durch den Dschungel
Durch den Dschungel
Selfieeee
Selfieeee
Karibische Küste #1
Karibische Küste #1
Karibische Küste
Karibische Küste #2
Karibische Küste
Karibische Küste #3
Karibische Küste
Karibische Küste #4
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